Projekt Zauberlehrling

Im Rahmen der neuen Mittelschule wurde im Unterrichtsfach Deutsch in den 2. Klassen im Dezember das Projekt "Zauberlehrling" durchgeführt. Es drehte sich einen Monat lang alles um Johann Wolfgang von Goethe, die Ballade "Der Zauberlehrling" und ums Zaubern. Unsere Zauberlehrlinge erledigten viele verschiedene Stationen zu folgenden Themen:

  • Lebenslauf Goethes
  • Goethes Reisen in Europa
  • Geflügelte Worte Goethes
  • Merkmale der Ballade
  • Stilmittel im Zauberlehrling - die Alliteration
  • Zaubersprüche
  • Wortfeldarbeiten
  • Wirkung der Ballade "Der Zauberlehrling" bis heute
  • Zauberelfchen
  • Kreuzworträtsel
  • Zauberstab bemalen
  • Zauberhut gestalten
  • Umschlaggestaltung
  • Akrostichon
  • Zauberlehrling in Jugendsprache
  • und noch vieles mehr

Sehr gut gefallen hat den SchülerInnen auch der Zeichentrickfilm "Fantasia" von Walt Disney, in dem Micky Maus den Zauberlehrling spielt. Begeistert mitgesungen haben die Jugendlichen bei der Vertonung der Ballade von den Jungen Dichtern und Denkern, die im Hip-Hop-Stil verfasst ist.

Schlussendlich mussten die SchülerInnen die gesamte Ballade auswendig lernen, was keineswegs leicht ist und viel Zeit in Anspruch nimmt. Zur Verblüffung und Begeisterung der Lehrer schafften dies aber wirklich fast alle der 54 SchülerInnen! Das war eine tolle Leistung!

Am Ende unseres Projektes hielten alle ihr selbst gestaltetes Zauberbuch in Händen - manche davon sind wahre Meisterwerke geworden! Viele SchülerInnen haben zusätzlich zu den Pflichtstationen auch noch Zusatzaufgaben gemacht und fleißig gebastelt, getextet und gemalt.

Und nun wünschen wir viel Spaß beim Betrachten der Fotos!

 

Der Zauberlehrling

von Johann Wolfgang von Goethe

 

Hat der alte Hexenmeister

Sich doch einmal wegbegeben!

Und nun sollen seine Geister

Auch nach meinem Willen leben.

Seine Wort´und Werke

Merkt´ich, und den Brauch,

Und mit Geistesstärke

Tu´ich Wunder auch.

 

      Walle! walle

      Manche Strecke,

      Dass, zum Zwecke,

      Wasser fließe,

      Und mit reichem vollem Schwalle

      Zu dem Bade sich ergieße!

 

Und nun komm, du alter Besen!

Nimm die schlechten Lumpenhüllen!

Bist schon lange Knecht gewesen;

Nun erfülle meinen Willen!

Auf zwei Beinen stehe,

Oben sei ein Kopf,

Eile nun und gehe

Mit dem Wassertopf!

 

      Walle! walle

      Manche Strecke,

      Dass, zum Zwecke,

      Wasser fließe,

      Und mit reichem vollem Schwalle

         Zu dem Bade sich ergieße!

 

Seht, er läuft zum Ufer nieder;

Wahrlich! ist schon an dem Flusse,

Und mit Blitzesschnelle wieder

Ist er hier mit raschem Gusse.

Schon zum zweiten Male!

Wie das Becken schwillt!

Wie sich jede Schale

Voll mit Wasser füllt!

 

     Stehe! stehe!

     Denn wir haben

     Deiner Gaben

     Vollgemessen! –

     Ach, ich merk´es! Wehe! wehe!

     Hab ich doch das Wort vergessen!

 

Ach, das Wort, worauf am Ende

Er das wird, was er gewesen.

Ach, er läuft und bringt behände!

Wärst du doch der alte Besen!

Immer neue Güsse

Bringt er schnell herein,

Ach! und hundert Flüsse

Stürzen auf mich ein.

 

     Nein, nicht länger

     Kann ich´s lassen;

     Will ihn fassen.

     Das ist Tücke!

     Ach! nun wird mir immer bänger!

         Welche Miene! welche Blicke!

 

 

Oh, du Ausgeburt der Hölle!

Soll das ganze Haus ersaufen?

Seh´ich über jede Schwelle

Doch schon Wasserströme laufen.

Ein verruchter Besen,

Der nicht hören will!

Stock, der du gewesen,

Steh doch wieder still!

 

      Willst´s am Ende

      Gar nicht lassen?

      Will dich fassen,

      Will dich halten,

      Und das alte Holz behände

      Mit dem scharfen Beile spalten.

 

Seht, da kommt er schleppend wieder!

Wie ich mich nun auf dich werfe,

Gleich, oh Kobold, liegst du nieder;

Krachend trifft die glatte Schärfe!

Wahrlich! brav getroffen!

Seht, er ist entzwei!

Und nun kann ich hoffen,

Und ich atme frei!

 

      Wehe! wehe!

      Beide Teile

      Stehn in Eile

      Schon als Knechte

      Völlig fertig in die Höhe!

         Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!


Und sie laufen! Nass und nässer

Wird´s im Saal und auf den Stufen.

Welch entsetzliches Gewässer!

Herr und Meister! Hör mich rufen! –

Ach, da kommt der Meister!

Herr, die Not ist groß!

Die ich rief, die Geister,

Werd´ ich nun nicht los.

 

     „In die Ecke,

     Besen! Besen!

     Seid´s gewesen.

     Denn als Geister

     Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,

         Erst hervor der alte Meister.“

 


Zauberlehrlinge 2a

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Zauberlehrlinge 2b

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Zauberlehrlinge 2c

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Zauberbücher der 2a

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Zauberbücher der 2b

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Zauberbücher der 2c

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